Hier ist ein sachlicher und gut verständlicher Beitrag zum Thema „Milztumor beim Hund – Statistik & Fakten“:
Milztumor beim Hund – Statistik und wichtige Fakten
Ein Milztumor ist eine der häufigeren Tumorerkrankungen bei Hunden – insbesondere bei älteren Tieren. Die Milz kann von verschiedenen Tumorarten betroffen sein, von gutartigen Formen bis hin zu aggressiven bösartigen Tumoren.(Agila)
Wie häufig sind Milztumore?
Allgemeine Häufigkeit:
- Studien zeigen: Tumore der Milz zählen zu den häufigsten Bauchraumtumoren bei Hunden – ungefähr 40 % aller Tumore im Bauchraum stammen aus der Milz.(futalis)
- Das bedeutet, wenn bei einem Hund im Bauchraum ein Tumor entdeckt wird, hat ein großer Anteil davon seinen Ursprung in der Milz.
Bösartig vs. gutartig:
- Viele Milzveränderungen sind gutartig oder nicht tumorös, doch etwa die Hälfte der Milztumore sind bösartig.(Agila)
- In speziellen Untersuchungen bei Hunden mit verdächtigen Milzveränderungen wurden unterschiedlich hohe Malignitätsraten gefunden:
- In einer Studie mit 182 Hunden, die sich einer Milzentfernung (Splenektomie) unterzogen, war bei ca. 32,4 % der Fälle ein bösartiger Tumor (Malignität) vorhanden.(PubMed)
- In anderen Untersuchungen ergaben sich teilweise höhere Raten, wenn es direkt um gefährlichere Formen wie Hämangiosarkome ging.(MDPI)
Hämangiosarkom: Der häufigste bösartige Milztumor
Der Hämangiosarkom (HSA) ist der am häufigsten diagnostizierte bösartige Milztumor bei Hunden:
- In einer retrospektiven Analyse machte HSA den größten Anteil aller Tumoren in Fällen von Splenenerkrankungen aus.(MDPI)
- HSA entsteht aus den Zellen der Blutgefäße der Milz und ist besonders gefährlich, da er zu plötzlichen Blutungen (z. B. durch Milzruptur) führen kann.(Agila)
Risikofaktoren & betroffene Hunde
Alter:
- Milztumore treten überwiegend bei älteren Hunden auf, vor allem zwischen 8 und 10 Jahren.(Agila)
Rasse:
- Einige Rassen scheinen häufiger betroffen zu sein oder ein erhöhtes Risiko zu haben, z. B.
- Deutscher Schäferhund
- Boxer
- Golden Retriever
- Labrador Retriever
- Dogge
– aber auch viele andere Rassen können betroffen sein.(Agila)
Geschlecht:
- In manchen älteren Untersuchungen zeigte sich ein leicht erhöhtes Risiko bei Rüden oder kastrierten Hündinnen, je nach Tumorform.(PubMed)
Prognose
Die Prognose hängt stark von der Tumorart ab:
- Gutartige Milztumore können oft durch eine Operation gut behandelt werden.(Agila)
- Bösartige Tumore wie Hämangiosarkome haben leider eine schlechte Prognose. Selbst nach Entfernung der Milz (Splenektomie) überleben viele Hunde nicht länger als ein Jahr – häufig ist die Lebenserwartung deutlich kürzer, besonders wenn sich der Tumor bereits ausgebreitet hat.(Agila)
- Symptome sind meist unspezifisch (z. B. Apathie, weniger Appetit) und treten oft erst im fortgeschrittenen Stadium auf.(FRESSNAPF)
Fazit – Wichtige Zahlen & Erkenntnisse
- Milztumore sind bei Hunden nicht selten, besonders im fortgeschrittenen Alter.(futalis)
- Etwa die Hälfte der Milztumore können bösartig sein, wobei der Anteil je nach untersuchter Population variiert (z. B. ca. 32 % bei klinischen Fällen, die operiert wurden).(PubMed)
- Hämangiosarkome sind die häufigsten bösartigen Milztumore.(MDPI)
- Große Rassen und ältere Hunde sind häufiger betroffen.(Agila)
- Die Prognose bei bösartigen Tumoren ist meist schlecht, oft überlebt der Hund nur wenige Monate bis weniger als ein Jahr nach Diagnosestellung.(Agila)
Wenn du möchtest, kann ich dir zusätzlich eine Übersicht zu Symptomen, Diagnosemethoden und Behandlungsmöglichkeiten (z. B. Splenektomie & Chemotherapie) zusammenstellen.