Labrador Futtermenge Tabelle: Gramm pro Tag nach Alter, Gewicht & Aktivität 2026

Wie viel Futter ein Labrador pro Tag benötigt, hängt von mehreren Faktoren ab. Neben dem Körpergewicht spielen vor allem Alter, Aktivitätslevel, Kastrationsstatus, Körperkondition und die Energiedichte des verwendeten Futters eine Rolle. Eine pauschale Grammzahl für jeden Labrador gibt es deshalb nicht.

Gerade beim Labrador Retriever ist eine kontrollierte Fütterung wichtig. Die Rasse gilt als relativ futtermotiviert und neigt bei zu hoher Energiezufuhr zu Übergewicht. Bei Welpen kommt hinzu, dass ein zu schnelles Wachstum vermieden werden sollte. Royal Canin ordnet den Labrador-Welpen dem Zeitraum bis etwa 15 Monate zu und weist ebenfalls auf die Bedeutung einer kontrollierten Energiezufuhr hin.

Labrador Futtermenge Tabelle nach Gewicht und Aktivität

Die folgende Tabelle eignet sich als grobe Orientierung für ausgewachsene Labradore bei einem energiereichen Trockenfutter. Als konkrete Herstellerreferenz nennt beispielsweise Royal Canin für sein Labrador-Adult-Futter unterschiedliche Tagesrationen je nach Gewicht und Aktivität.

Körpergewicht Wenig aktiv Normal aktiv Sehr aktiv
25 kg ca. 290 g ca. 335 g ca. 380 g
26 kg ca. 301 g ca. 348 g ca. 395 g
28 kg ca. 318 g ca. 368 g ca. 418 g
30 kg ca. 335 g ca. 387 g ca. 440 g
32 kg ca. 351 g ca. 407 g ca. 462 g
34 kg ca. 367 g ca. 426 g ca. 484 g
36 kg ca. 384 g ca. 444 g ca. 505 g
38 kg ca. 399 g ca. 463 g ca. 526 g
40 kg ca. 415 g ca. 481 g ca. 546 g

Die Werte sind Richtwerte und beziehen sich nicht automatisch auf jedes Trockenfutter. Bei einem Futter mit anderer Energiedichte kann die erforderliche Grammmenge deutlich abweichen.

Wie viel Gramm Futter braucht ein Labrador-Welpe?

Bei Labrador-Welpen sollte die Futtermenge nicht allein nach dem aktuellen Gewicht berechnet werden. Entscheidend sind auch Alter und das erwartete Endgewicht. Ein Welpenfutter für große Rassen sollte auf das Wachstum abgestimmt sein.

Eine veröffentlichte Labrador-Welpen-Tabelle von Royal Canin zeigt beispielsweise, dass die tägliche Menge bei einem erwarteten Endgewicht von 26 kg von rund 212 g im Alter von zwei Monaten auf etwa 325 g im Alter von sechs Monaten steigt. Danach sinkt die empfohlene Menge wieder etwas, weil sich das Wachstum verlangsamt. Bei einem erwarteten Endgewicht von 40 kg liegen die entsprechenden Werte bei etwa 239 g mit zwei Monaten und 447 g mit sechs Monaten.

Alter Labrador mit ca. 26 kg Endgewicht Labrador mit ca. 32 kg Endgewicht Labrador mit ca. 40 kg Endgewicht
2 Monate ca. 212 g ca. 224 g ca. 239 g
3 Monate ca. 262 g ca. 283 g ca. 310 g
4 Monate ca. 284 g ca. 309 g ca. 341 g
6 Monate ca. 325 g ca. 378 g ca. 447 g
8 Monate ca. 300 g ca. 353 g ca. 421 g
10 Monate ca. 287 g ca. 338 g ca. 413 g
12 Monate ca. 289 g ca. 338 g ca. 403 g
14 Monate ca. 287 g ca. 335 g ca. 396 g

Diese Werte dienen ausdrücklich als Orientierung. Der tatsächliche Bedarf kann abhängig von Temperament, Aktivität und Umgebung abweichen.

Labrador Futtermenge nach Alter

Das Alter verändert den Energiebedarf deutlich. Ein junger Labrador benötigt für Wachstum und Entwicklung eine andere Futterration als ein ausgewachsener oder älterer Hund.

Lebensphase Typischer Zeitraum Besonderheit bei der Fütterung
Welpe 2–6 Monate hoher Bedarf für Wachstum, kontrollierte Energiezufuhr
Junghund 6–15 Monate Wachstum verlangsamt sich, Menge regelmäßig anpassen
Erwachsener Hund ab ca. 15 Monate Erhalt des Idealgewichts steht im Mittelpunkt
Reifer Hund etwa 5–8 Jahre Energiebedarf kann langsam sinken
Senior ab etwa 8 Jahre häufig geringerer Energiebedarf und angepasste Ernährung

Die Altersgrenzen sind Orientierungswerte; individuelle Unterschiede sind möglich. Royal Canin beschreibt beim Labrador beispielsweise 2 bis 15 Monate als Welpenphase, 15 Monate bis 5 Jahre als Erwachsenenalter und ab 8 Jahren als Seniorenalter.

Wie viel Futter braucht ein 30-kg-Labrador?

Ein 30 kg schwerer Labrador benötigt bei einem entsprechenden Trockenfutter als grobe Orientierung etwa 335 g täglich bei geringer Aktivität, rund 387 g bei normaler Aktivität und etwa 440 g bei erhöhter Aktivität.

Bei einem Hund, der beispielsweise täglich moderate Spaziergänge macht, aber keinen intensiven Hundesport betreibt, ist häufig die mittlere Kategorie ein sinnvoller Ausgangspunkt. Die tatsächliche Menge sollte anschließend anhand der Körperkondition angepasst werden.

Wie viel Futter braucht ein 35-kg-Labrador?

Bei 35 kg liegt die Orientierung ungefähr zwischen 375 und 500 g Trockenfutter pro Tag, abhängig vom Aktivitätsniveau und vom konkreten Produkt.

Eine einfache Näherung aus der Hersteller-Tabelle ergibt für normale Aktivität etwa 435 g täglich. Für wenig aktive Hunde kann die Menge niedriger, bei sehr aktiven Hunden entsprechend höher liegen.

Futtermenge Labrador 25 kg

Ein ausgewachsener Labrador mit 25 kg liegt eher im unteren Gewichtsbereich der Rasse. Bei einem geeigneten Trockenfutter können ungefähr 290 bis 380 g pro Tag als grobe Orientierung dienen.

Allerdings sollte nicht automatisch mehr gefüttert werden, nur weil der Hund besonders aktiv wirkt. Entscheidend ist, ob das Gewicht und die Körperkondition im optimalen Bereich liegen.

Aktivität beeinflusst den Kalorienbedarf

FEDIAF unterscheidet bei erwachsenen Hunden verschiedene Aktivitätsstufen. Für Hunde mit geringer Aktivität werden beispielsweise niedrigere Energiebedarfswerte angesetzt als für Hunde mit moderater oder hoher Aktivität. Die 2025 veröffentlichten Leitlinien nennen unter anderem etwa 95 kcal/kg Körpergewicht^0,75 bei geringer Aktivität, 110 bis 125 kcal/kg^0,75 bei moderater Aktivität und 150 bis 175 kcal/kg^0,75 bei hoher Aktivität.

Für einen Labrador bedeutet das: Ein Hund, der überwiegend kurze Spaziergänge macht und viel schläft, benötigt deutlich weniger Energie als ein Hund, der täglich lange Wanderungen absolviert, apportiert oder Hundesport betreibt.

Trockenfutter, Nassfutter und BARF nicht einfach gleichsetzen

Die Angabe „300 g Futter pro Tag“ ist ohne weitere Informationen wenig aussagekräftig. 300 g Trockenfutter können eine wesentlich höhere Energiemenge liefern als 300 g Nassfutter.

Deshalb sollte immer die Energiedichte des jeweiligen Futters berücksichtigt werden. Besonders beim Wechsel zwischen verschiedenen Marken oder Futtersorten sollte die Grammzahl nicht einfach übernommen werden.

Bei Nassfutter ist aufgrund des hohen Wassergehalts häufig eine deutlich größere Grammmenge erforderlich. Bei selbst zusammengestellten Rationen, beispielsweise BARF, sollte die Ration dagegen individuell anhand des Energie- und Nährstoffbedarfs zusammengestellt werden.

Wie oft sollte ein Labrador gefüttert werden?

Welpen profitieren von mehreren kleineren Mahlzeiten. Royal Canin empfiehlt beim Labrador, die Tagesration bis zum sechsten Lebensmonat auf drei Mahlzeiten aufzuteilen und danach auf zwei Mahlzeiten pro Tag umzustellen.

Für einen erwachsenen Labrador sind zwei Mahlzeiten am Tag für viele Hunde eine praktische Lösung. Die Tagesration wird dabei beispielsweise auf morgens und abends verteilt.

Wichtig ist, Leckerlis in die tägliche Energiezufuhr einzubeziehen. Besonders bei Labradors können zusätzliche Snacks schnell einen relevanten Anteil der täglichen Kalorien ausmachen.

Woran erkennt man die richtige Futtermenge?

Die Waage allein reicht nicht aus. Zwei Labradore mit demselben Körpergewicht können aufgrund unterschiedlicher Muskelmasse und Körperkondition einen unterschiedlichen Energiebedarf haben.

Eine gute Kontrolle besteht deshalb aus mehreren Punkten:

  • Körpergewicht regelmäßig kontrollieren
  • Taille von oben betrachten
  • Rippen sollten gut tastbar sein
  • starke Fettpolster vermeiden
  • Aktivitätsniveau berücksichtigen
  • Leckerli in die Tagesration einrechnen
  • Futtermenge bei Gewichtszunahme oder -abnahme anpassen

Nimmt ein Labrador trotz gleichbleibender Futtermenge kontinuierlich zu, sollte die Tagesration überprüft werden. Umgekehrt kann bei Gewichtsverlust eine Anpassung erforderlich sein.

Warum Labradore besonders leicht zunehmen können

Labradore sind häufig sehr futtermotiviert. Dadurch kann es schwierig sein, das Betteln korrekt von einem tatsächlichen erhöhten Energiebedarf zu unterscheiden.

Eine große Futterschüssel bedeutet deshalb nicht automatisch, dass der Hund ausreichend oder richtig ernährt wird. Besser ist es, die Tagesration abzuwiegen und Veränderungen des Körpergewichts regelmäßig zu dokumentieren.

Auch Trainingsleckerlis sollten von der Tagesration abgezogen werden. Eine einfache Möglichkeit besteht darin, einen Teil des normalen Trockenfutters als Belohnung beim Training einzusetzen.

Futtermenge bei einem kastrierten Labrador

Nach einer Kastration kann sich der Energiebedarf verändern. Gleichzeitig kann der Appetit unverändert bleiben oder zunehmen. Dadurch steigt das Risiko einer positiven Energiebilanz.

Die Futtermenge sollte deshalb nicht automatisch anhand der bisherigen Portion weitergeführt werden. Stattdessen sollte das Gewicht nach der Umstellung regelmäßig kontrolliert und die Ration bei Bedarf angepasst werden.

Auch der Aktivitätsgrad spielt eine wichtige Rolle. Ein kastrierter Labrador, der täglich mehrere Stunden aktiv ist, benötigt selbstverständlich eine andere Energiemenge als ein überwiegend ruhiger Familienhund.

Labrador Futtermenge Tabelle 2026: Kurzüberblick

Labrador Wenig aktiv Normal aktiv Aktiv
25 kg ca. 290 g ca. 335 g ca. 380 g
30 kg ca. 335 g ca. 387 g ca. 440 g
32 kg ca. 351 g ca. 407 g ca. 462 g
35 kg ca. 375 g ca. 435 g ca. 495 g
36 kg ca. 384 g ca. 444 g ca. 505 g
40 kg ca. 415 g ca. 481 g ca. 546 g

Die Tabelle ist eine praktische Orientierung und keine individuelle tierärztliche Fütterungsempfehlung. Die Herstellerangaben des konkreten Futters sollten immer berücksichtigt werden.

Fazit

Die optimale Labrador-Futtermenge lässt sich nicht allein anhand des Körpergewichts bestimmen. Alter, Aktivität, Kastration, Körperkondition und vor allem die Energiedichte des Futters beeinflussen den tatsächlichen Bedarf.

Für einen erwachsenen Labrador im Bereich von 25 bis 40 kg können bei einem entsprechenden Trockenfutter grob etwa 290 bis 550 g pro Tag als Orientierung dienen. Ein normal aktiver 30-kg-Labrador liegt beispielsweise bei einem konkreten Referenzfutter bei rund 387 g täglich.

Bei Welpen muss zusätzlich die erwartete Endgröße berücksichtigt werden. Gerade während der Wachstumsphase sollte eine Überfütterung vermieden werden, damit der Labrador kontrolliert wächst.

Die beste Vorgehensweise ist daher: Fütterungsempfehlung des konkreten Futters als Ausgangspunkt verwenden, die Tagesration abwiegen und anschließend Gewicht sowie Körperkondition regelmäßig kontrollieren. Bei deutlichem Über- oder Untergewicht oder besonderen gesundheitlichen Anforderungen sollte die Futterration mit einer Tierärztin, einem Tierarzt oder einer qualifizierten Ernährungsberatung für Hunde abgestimmt werden.

Quellen und weiterführende Informationen